Strategie

Integrierter Strategie- und Planungsprozess (ISPP) zur Unternehmensentwicklung

Wann funktioniert der ISPP nicht?

Mario Weiss

Es gibt einige Bedingungen, unter denen Integrierte Strategie- und Planungsprozesse nicht funktionieren.

Der ISPP geht von einer breiten Beteiligung der MitarbeiterInnen und Führungskräfte aus. Ein wesentliches Ziel ist, dass die Führungskräfte für sich und ihre eigene Orientierung planen und gestalten. Dies setzt praxisnahe Instrumente und Methoden voraus, die ohne lange Einschulungszeit und ohne flächendeckende Beratungsunterstützung eingesetzt werden können. Häufig erleben wir, dass zentrale Stabstellen überkomplexe Anforderungen stellen, die für den praktischen Einsatz ohne Wert sind.

Nicht empfehlenswert ist der Einsatz des ISPP auch, wenn das Topmanagement einen autoritären Führungsstil pflegt. Das ist vor allem in den Pionierphasen (charismatisch-autoritär) und in Sanierungsphasen (durchgriffsautoritär) von Unternehmen der Fall.

Eine dritte Gefahr für Integrierte Strategieentwicklungsprozesse ist dann gegeben, wenn die Logik eines Unternehmens in der Zukunftsgestaltung ausschließlich von Zahlen und Controllingprozessen geprägt ist. Ausgangspunkt des ISPP ist die inhaltliche Zukunftsgestaltung, die dann in die Zahlenplanung überführt wird. Schwierig umzusetzen ist diese Methode auch in Unternehmen, die vorwiegend zentral gesteuert werden. Der Spielraum für die einzelnen Teilsysteme/Abteilungen ist dadurch zu eng und der integrale Ansatz mit seinem Anspruch auf Beteiligung vieler relevanter Systemteile kann nicht wirksam werden.

Kontakt:
Mario Weiss
Trigon Entwicklungsberatung – Marktwirksame Unternehmensentwicklung GmbH
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