Management in Skizzen II

Bilder prägen das Denken

Standortentwicklung bedeutet Alignment und Handeln

Mario Weiss

300 Regionen in Europa und mehrere hundert Städte stehen im Wettbewerb um Fachkräfte, Investitionen und Betriebsansiedlungen. Eine Aufgabe von Politik und Verwaltung sowie der Standortagenturen ist es, die Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region bzw. Stadt zu gestalten. Dabei geht es um Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit.

Glaubwürdigkeit bedeutet, dass die Entwicklung der Kompetenzen, Ressourcen und der Angebote mit den Trends und Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft mithalten können. Es geht um Bildungseinrichtungen, Forschungsinfrastruktur, um Grundstücksreserven – aber auch um Gesundheitseinrichtungen, Kinderbetreuung oder Freizeitangebote. Hier steht die Qualität des Lebensraums im Mittelpunkt.

Sichtbarkeit bedeutet, dass die Stärken und Vorzüge der Region oder der Stadt auch wahrgenommen und gesehen werden können. Die Zielgruppen sind hier die eigene Bevölkerung und definierte Personengruppen außerhalb der eigenen Region.

Die Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und das Management der Standortagenturen steuern Prozesse und Strukturen, die zu einer glaubwürdigen Entwicklung und wirkungsvollen Sichtbarkeit ihres Standortes führen.

Der langfristige Erfolg hängt davon ab, ob es den Schlüsselpersonen einer Region oder eines Landes gelingt, ihre gemeinsamen Denkmodelle und Grundannahmen über die Entwicklung ihrer Region oder ihrer Stadt abzustimmen.

Durch die gemeinsame Willensbildung darüber, wie sich der Standort entwickeln soll, und ein vernetztes Handeln gewinnen Standorte an Qualität, Profil und Sichtbarkeit.

Deshalb betrachten wir unseren Prozess der Standortentwicklung auch als institutionellen Lernprozess. Damit dies gelingen kann, haben wir eine Vorgehensweise entwickelt, die sicherstellt, dass…

  • Verantwortliche die Herausforderung annehmen.
  • engagierte Zukunftsbilder entwickelt werden.
  • Konzepte nicht abgehoben bleiben und sich vom Handeln entkoppeln.
  • sich Schlüsselpersonen und Organisationen vernetzen.
  • Stärken und Potenziale in den relevanten Märkten sichtbar werden.

Die von uns empfohlene Vorgehensweise schafft einerseits eine klare strategische Orientierung, Willensbildung bei beteiligten Organisationen, Vernetzung dort, wo es sinnvoll ist und konkrete Verantwortung zum Handeln durch alle Organisationen, die einen Beitrag zur Standortentwicklung leisten können.

Dabei sind uns folgende Qualitäten besonders wichtig:

  • Alignment der Schlüsselpersonen der Region oder der Stadt.
  • Offenheit für Abstimmungen von Maßnahmen und Nutzung von Synergien.
  • Transparenz, was in diesen Handlungsfeldern geplant wird.
  • Konsequenz in der Umsetzungssteuerung.

Weitere Informationen:
Dr. Mario Weiss
Trigon Klagenfurt
mario.weiss@trigon.at

Manangement in Skizzen  2
Bilder prägen das Denken
Diese  Serie ist die Weiterarbeit am Buch: Management in Skizzen von Mario Weiss, erschienen im Haupt Verlag.